Beratungsprojekt Zukunfts-Initiative
    geht in seine zweite Runde

Themen sind Globalisierung, Demografie, Energie, Kommunikationstechnik und Professionalisierung

Bewährte Aktivitäten sollten fortgesetzt werden – diesem Gedanken folgen das NRW-Wirtschaftsministerium und das Handwerk, wenn sie das Projekt Zukunfts-Initiative Handwerk Nordrhein-Westfalen nun mit dem Zusatz „2.0 - Professionalisierung im Handwerk“ auf eine zweite „Runde“ schicken. Projektbeginn war am 1. Juli. Auch dieses Mal gehören die Baugewerblichen Verbände und der Dachdecker-Verband Nordrhein zu den Partnern. Die Projektberater sollen sich in den Unternehmen bis 2015 um die Themen Chancen der Globalisierung, Bewältigung des demografischen Wandels, Konsequenzen der Energiewende, Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie Professionalisierung insbesondere von Klein- und Kleinstunternehmen kümmern.

Die Auswirkungen und Chancen des demografischen Wandels hat beim Dachdecker-Verband Nordrhein Thomas Schmitz im Blick (Tel.: 0211/ 914 28-27; thomas.schmitz@dachdecker-verband-nr.de). Bereits in der ersten Phase der Zukunfts-Initiative (ZIH) habe sich bestätigt, dass die Veränderungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung in vielfältiger Weise auf das Handwerk wirken: Sie eröffnen neue wirtschaftliche Potenziale, wenn Angebote und Strategien auf die Bedürfnisse bestimmter Kundengruppen, beispielsweise für die stetig wachsende Anzahl an Senioren, ausgerichtet werden. Auf der anderen Seite ist die Deckung des Fachkräftebedarfs schon jetzt nicht mehr überall gegeben und diese Problematik werde sich zukünftig noch verschärfen. Nötig sei vor diesem Hintergrund unter anderem ein betriebliches Gesundheitsmanagement, vor allem jedoch eine strategische Nachwuchsgewinnung und Fachkräftebindung. Im ZIH-Bereich Demografischer Wandel sollen die Unternehmer darüber hinaus zum Thema Unternehmensnachfolge sensibilisiert und über die Bandbreite der zu planenden Maßnahmen frühzeitig informiert werden.

Im Team der BGV wird sich Günter Hobusch (Tel.: 0211/ 914 28-26, g.hobusch@bgv-nrw.de) schwerpunktmäßig mit den Möglichkeiten der Betriebe zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz befassen. „NRW soll nach dem Willen der Landesregierung zum führenden Energie- und Klimaschutzland in Europa werden.Auf diesem Weg hat es mit der Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes und dem Klimaschutzplan schon einen großen Schritt unternommen. Dem Handwerk kommt bei der Umsetzung dieser Vorgaben gerade auch durch seine regionale Verwurzelung eine besondere Rolle zu“, weiß Hobusch. Allerdings: Die vorhandenen Potenziale würden von den Betrieben derzeit nur in recht geringem Umfang genutzt. Er wolle in der Funktion eines Energieeffizienz-Lotsen daher dazu beitragen, dies zu ändern.

Hobuschs Kollege Harald Siebert verweist im Bereich IKT zunächst vor allem auf den Webbaukasten der BGV. Mit vergleichsweise wenig Programmierungsaufwand und zu überschaubaren Kosten ermöglicht er es den Baufirmen, einen attraktiven Auftritt im Internet zu bekommen. „Wer im world wide web noch nicht präsent ist, sollte bedenken, dass die Unternehmenshomepage heute unabhängig vom Alter der Kunden und Auftraggeber deren mit Abstand am häufigsten genutzte Informationsquelle ist, wenn es um Anbieter von Produkten und Dienstleistungen geht“, argumentiert Siebert. Interessenten für den Baukasten als wichtiges Marketinginstrument sollten sich daher bei ihm melden, um technische Einzelheiten zu erfahren und einen Beratungstermin abzusprechen (Tel.: 0211/ 914 38-18, h.siebert@bgv-nrw.de).

Die Berater von Kammern und Fachverbänden werden sich innerhalb der ZIH zudem für eine bessere Nutzung der außenwirtschaftlichen Potenziale der kleinen und mittleren Handwerksbetriebe engagieren und möglichst passgenaue Informations- und Unterstützungsinstrumente zur Professionalisierung insbesondere von Klein- und Kleinstfirmen entwickeln und propagieren. Zusammen mit den anderen drei Themenbereichen helfe dies, den Mittelstand in NRW in seiner Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Innovationen zu ermöglichen und Arbeitsplätze im Handwerk zu sichern und zu schaffen, sind Land und Handwerksorganisation überzeugt. Wie bisher bereits sollen kostenlose Einzel- und Gruppenberatungen, Workshops sowie Informationsveranstaltungen genutzt werden, um für ein stärker strategisches Vorgehen zu werben. In der ersten Phase hatte die ZIH-Bilanz deutlich mehr als 5.000 Beratungen in Betrieben umfasst. Hinzu kamen noch einmal ähnlich viele Kurzberatungen, meist per Telefon. Den größten Bedarf an fachlicher Unterstützung sahen die Handwerksunternehmer beim Marketing. Hier lag das Thema „Werbung, Kundenkommunikation“ vor Marktauftritt/CI/Unternehmensleitbild sowie dem gerade zuletzt stark nachgefragten Internet.


Ansprechpartner für weiterführende Fragen im Dachdecker Verband Nordrhein ist:


Thomas G. Schmitz
Projektleiter im Bereich „Demografischer Wandel“ in der
Zukunfts-Initiative Handwerk Nordrhein Westfalen

Graf-Recke-Str. 43
40239 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 9142927
Fax: 0211/ 6990627
E-Mail: thomas.schmitz@dachdecker-verband-nr.de



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